© Stadtarchiv Bregenz

Weidach

Das Weidach gehörte von alters her zur Flur von Rieden. Das Feld im Weidach war eines der drei großen Felder, das die Riedner im genossenschaftlich geregelten Dreifelderbetrieb gemeinsam bewirtschaftet haben. Die beiden anderen Felder waren das Hinterfeld und das Vorderfeld.

Weite Teile des Weidach waren noch bis ins 15. Jahrhundert eine Wildnis. Der Name Weidach rührt vom starken Weidenbewuchs an der Bregenzerach her. Die Ableitungssilbe -ach bezeichnet hier wie in Steinach, Stockach oder Maurach die auffällige Häufung von Gleichartigem. Weiden stehen oft am Rand von Fließgewässern. Bei Hochwasser werden Zweige abgerissen und von der Strömung mitgeführt. Später bleiben die Weidenzweige irgendwo am Ufer hängen, und da Weiden leicht wurzeln, treiben sie rasch aus und dienen so der Uferbefestigung.

Nach Verlassen des Achtals bei Kennelbach mäanderte die Bregenzerach jahrhundertelang in einem breiten Bett zwischen zahlreichen Kiesbänken dem See zu. Erst als die Kennelbacher Textilfirma Jenny und Schindler im Weidach ein Kraftwerk errichtete (heute VKW), wurde die Bregenzerach zwischen Kennelbach und der Lauteracher Brücke reguliert.

Die Besiedlung des Weidach erfolgte wegen der schwierigen Bodenverhältnisse bis auf wenige Ausnahmen erst seit den 1950er-Jahren. Die Ortsteilbezeichnung Weidach war noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kaum gebräuchlich. Aus Sicht der alteingesessenen Riedner war man entweder ein „Landströßler“, wohnte also an der Landstraße, oder ein „Werkler“ und wohnte beim Elektrizitätswerk Rieden (heute VKW) an der Weidachstraße.

Heute leben im Weidach, wenn wir andere Fluren wie das Feldmoos, den Rosshimmel und die Kronhalde dazu zählen, etwa 2.500 Menschen. Um die Belange der Weidacher kümmert sich der rührige Verein „d‘ Weidacher – Gemeinsam für ein lebenswertes Weidach“.

Weitere Informationen: Verein d’Weidacher

Thomas Klagian

Standort

Galerie

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Weidach, 1960

Weidach, 1960

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Weidach, 1968

Weidach, 1968

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Weidach, 1969

Weidach, 1969

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Weidach, 1969

Weidach, 1969

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