© Curt Huber

Verkehr

Die Kreuzung Reutegasse/Rheinstraße ist heute einer der höchst frequentierten Knotenpunkte der Landeshauptstadt Bregenz. An einem durchschnittlichen Werktag überqueren ca. 30.000 Fahrzeuge, Motorräder, Mopeds und Fahrräder sowie viele Fußgängerinnen und Fußgänger diese „Drehscheibe“.

Aber das war natürlich nicht immer so. In den 1930er-Jahren waren im Umfeld lediglich die Kirche Mariahilf („Clemens-Holzmeister-Kirche“) als Hauptbaukörper sowie eine Handvoll verstreut liegende Wohnhäuser vorzufinden. Die heutige Rheinstraße hatte schon damals Bestand, selbstverständlich nicht im heutigen Erscheinungsbild. Die Reutegasse war bestenfalls als schmaler Fahrweg, vorwiegend für den Gebrauch von Pferdefuhrwerken ausgelegt. Dies änderte sich zwischen den 1950er- und 1970er-Jahren gravierend. In dieser Periode verdichtete sich das Umfeld enorm. Es kamen eine Vielzahl von Wohnhausanlagen und Geschäften, eine Schule und ein Kindergarten sowie Büro- und Dienstleistungshäuser dazu. Die Reutegasse wurde verbreitert und für den immer stärker werdenden Autoverkehr ausgebaut. Auch entlang der Rheinstraße wurde die Bautätigkeit vorangetrieben und die Kreuzung erstmals mit einer Ampelanlage ausgerüstet. Das heutige Erscheinungsbild prägen vor allem das Anfang der 2000er-Jahre errichtete AMS-Gebäude, das gegenüberliegende Sozialministeriumservice sowie die Wohnhäuser mit Geschäftsnutzungen in den Erdgeschoßzonen. Es wohnen und arbeiten sehr viele Menschen im Umfeld der Kreuzung, was wiederum durch die heute auftretenden Frequenzzahlen widergespiegelt wird.

Zukünftig soll das Quartier weiter in Richtung eines Stadtteils mit hoher Wohn- und Lebensqualität entwickelt werden. Durch die Errichtung des Sozialzentrums Mariahilf und des Mariahilfparks sind bereits wichtige und nachhaltige Maßnahmen in diese Richtung gesetzt worden. Aktuell wird die Quartiersentwicklung Mariahilf von der Stadt Bregenz vorangetrieben. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass der ortsfremde Verkehr, der das Quartier lediglich zum Durchqueren nutzt, stark eingeschränkt werden soll. Dies wiederum ermöglicht eine qualitätsvolle Umgestaltung des öffentlichen Raums in Form von Begegnungszonen, und damit eine Abkehr vom Straßenraum, der dem Autoverkehr untergeordnet ist. Es soll wieder der Mensch und nicht das Auto im Mittelpunkt der Planung stehen.

Clemens Gössler

Standort

Galerie

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Kreuzung Rheinstraße/Reutegasse 1930

Kreuzung Rheinstraße/Reutegasse 1930

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Kreuzung Rheinstraße/Reutegasse 1950

Kreuzung Rheinstraße/Reutegasse 1950

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Kreuzung Rheinstraße/Reutegasse 1970

Kreuzung Rheinstraße/Reutegasse 1970

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Kreuzung Rheinstraße/Reutegasse 2015

Kreuzung Rheinstraße/Reutegasse 2015

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