© Karin Bialek

Schwarzpappel

Die unter Naturschutz stehende Schwarzpappel am Achweg-Damm ist eines der wenigen verbliebenen Exemplare von so hohem Alter und solcher Größe. Ihr Alter wird auf 200 bis 250 Jahre geschätzt. Die Höhe des Baums beträgt 22 Meter, die Kronenbreite 23 Meter und der Stammumfang 6,37 Meter.

Das genaue Alter ist nicht bestimmbar, da vor langer Zeit ein großer Starkast (Stämmling) im Stammbereich ausgebrochen ist und ein großes Loch aus dem Stamm gerissen hat. Zudem existieren keine Aufzeichnungen. Wegen Fäulnis und der Höhlung im Stamm bedarf es gewisser Pflegemaßnahmen, um die Standsicherheit des Baumes zu gewährleisten. Schon mehrmals wurden Kroneneinkürzungen vorgenommen, zuletzt 2013. Die aus mehreren Gurten bestehende Kronensicherung muss alle acht bis zehn Jahre erneuert werden.

Schätzungsweise gibt es noch 15 bis 20 echte Schwarzpappeln auf städtischem Grund. Nur die ebenfalls unter Naturschutz stehende Schwarzpappel am Strandweg bei der Schnabelburg weist ähnliche Dimensionen auf. Mittlerweile gibt es Züchtungen von echten Schwarzpappeln, die in bestimmten Baumschulen erhältlich sind. Die Stadtgärtnerei Bregenz hat die letzten Jahre bereits einige Exemplare gepflanzt, um den Bestand wieder zu erhöhen.

Die echte Schwarzpappel ist im mittleren und südlichen Europa beheimatet. Der mächtige Baum kann unter günstigen Standortbedingungen eine Wuchshöhe von 30 Metern erreichen. Ihre Kronenform ist unregelmäßig aufgebaut und ausladend, sie hat oftmals ein knorriges Erscheinungsbild. Schwarzpappeln werden 100 bis 150 Jahre alt. In seltenen Fällen können sie ein Alter von 300 Jahren erreichen. In Deutschland sind Bäume mit Stammdurchmessern von über zwei Metern bekannt. Die Schwarzpappel stellt hohe Ansprüche an Versorgung mit Licht und Wärme. Ihre Standorte müssen darüber hinaus sehr gut nährstoff- und wasserversorgt sein. Sie besiedelt bevorzugt Kies- und Sandböden, die gut durchlüftet sind. Bei entsprechenden Bedingungen sind Zuwächse von einem Meter pro Jahr keine Seltenheit. Kurze periodische Überschwemmungen stellen kein Problem für das Gedeihen dar.

In Deutschland und Österreich wird die ursprüngliche Wildform der Schwarzpappel in den Roten Listen der Farn- und Blütenpflanzen als „gefährdet“ eingestuft, regional teilweise sogar als „stark gefährdet“. Die beiden wichtigsten Ursachen sind: die Vernichtung des natürlichen Lebensraums und damit auch des natürlichen Regenerationsraums sowie die Kreuzung mit der Hybridpappel, die großflächig in Plantagen angebaut wird.

Reinhard Weiß

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