© Curt Huber

Schnabelburg

Beim Sport- und Motorboothafen steht in direkter Nachbarschaft des Clubhauses des Motorbootclubs Bregenz die Schnabelburg, ein eher unscheinbares Gebäude, das so gar nichts Burgartiges an sich hat. Es ist der Stammsitz der Familie Schnabel, die im 16. Jahrhundert in österreichischen Militärdiensten Karriere gemacht hat.

Die Familie Schnabel besaß 1510 ein Haus in der Maurachgasse und war im Holzwerk tätig. Der erfolgreiche Militär Hans Schnabel, der es bis zum Oberst brachte, erhielt 1535 ein Wappen und 1538 gemeinsam mit zwei Brüdern das Adelsdiplom und den Titel „von Schönstein“. Nicht lange vor 1551 kaufte er von seinem Schwager Hans Büchelmann ein Gut im Vorkloster und baute es nach weiteren Zukäufen zum Ansitz Schönenbach aus. Schon 1566 verkaufte er sein Gut dem Kloster Mehrerau. Zum Gut gehörten damals zwei Häuser, mehrere Stadel und Stallungen, ein Weingarten, ein Fischweiher und der Schlattbach (Bilgeribach). Im Volksmund lebte der Ansitz Schönenbach als Schnabelburg weiter.

Nach der Aufhebung des Klosters Mehrerau 1806 ging das Schnabelgut in Staatsbesitz über. 1843 kaufte die Firma Trampler & Groß die Schnabelwiese und errichtete darauf eine Zichorienfabrik zur Herstellung von Ersatzkaffee (später Bleiche Firma F. M. Hämmerle, heute städtischer Bauhof). Im Jahr zuvor war die Erzeugung zunächst im aufgelassenen Kloster Mehrerau untergebracht worden.

Thomas Klagian

Standort

Galerie

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Schnabelwiese und Schnabelburg, Bilgeribach, um 1916

Schnabelwiese und Schnabelburg, Bilgeribach, um 1916

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