© Stadtarchiv Bregenz

Sanatorium Mehrerau

Das Sanatorium Mehrerau wurde 1922/23 von der Zisterzienserabtei Wettingen-Mehrerau als Privatheilanstalt errichtet. Die Baupläne fürs Sanatorium stammen vom Tiroler Architekten Clemens Holzmeister, der damals noch am Anfang seiner Karriere stand. 2002 wurde das Sanatorium vom Land Vorarlberg übernommen und als Beleg- und Nachsorgekrankenhaus weitergeführt. Seit 2018 ist im Sanatorium das „Hospiz am See“ untergebracht. Es soll schwer- und todkranken Menschen ein letztes, liebevolles Zuhause bieten.

Im Bereich des Mehrerauer Seeufers gab es in früheren Zeiten eine Reihe von Schwefelquellen, deren heilkräftiges Wasser wohl schon zu Zeiten der alten Benediktinerabtei Mehrerau genutzt wurde. Auf einem Lageplan des Jahres 1818 ist links des Suppersbachs das Vorklöstner Bad, das „Untere Bad“, eingezeichnet und rechts das „Obere Bad“. Der Suppersbach hat übrigens seinen Namen von einem gewissen Georg Späth, der „Super im Bad“ genannt wurde.

Als die Zisterzienser aus Wettingen 1854 die Gebäude des 1806 aufgehobenen Klosters Mehrerau kauften, gehörte das „Obere Bad“ der Familie Bilgeri. Neben der Fischerei betrieb die Familie das beliebte und weitum bekannte Gasthaus Bad Mehrerau. Seinen guten Ruf verdankte es der recht kräftigen Schwefelquelle, die Rheuma- und Gichtkranken Schmerzlinderung versprach, und den tüchtigen Wirtsleuten gleichermaßen.

1885 ging die Badwirtschaft in das Eigentum des Klosters Mehrerau über. Grund für den Kauf war die Befürchtung, dass die alte Badwirtschaft durch ein neues, größeres Wirtshaus ersetzt werden könnte und es damit mit der seligen Ruhe vorbei gewesen wäre. An der Stelle der alten Badwirtschaft wurde 1922/23 das Sanatorium Mehrerau errichtet. Beim Bau stieß man in drei Metern Tiefe auf eine neue Schwefelquelle, die aber nach und nach versiegte. 1968 legte das Sanatorium die Konzession für Heilbäder zurück.

Thomas Klagian

Standort

Galerie

1 / 7
Gasthaus Bad Mehrerau, 1890

Gasthaus Bad Mehrerau, 1890

2 / 7
Kloster Mehrerau und Bad Mehrerau, 1904

Kloster Mehrerau und Bad Mehrerau, 1904

3 / 7
Sanatorium Mehrerau, um 1930

Sanatorium Mehrerau, um 1930

4 / 7
Sanatorium Mehrerau, um 1930

Sanatorium Mehrerau, um 1930

5 / 7
Sanatorium Mehrerau, um 1930

Sanatorium Mehrerau, um 1930

6 / 7
Sanatorium Mehrerau, um 1940

Sanatorium Mehrerau, um 1940

7 / 7
Sanatorium Mehrerau, Hospiz am See

Sanatorium Mehrerau, Hospiz am See

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen