© Karin Bialek

Mehrerauer Wald

Der Mehrerauer Wald war einst viel größer als heute. Er reichte von der Bregenzerach bis zu den Obstgärten des Klosters Mehrerau und den Häusern an der Mehrerauerstraße. Im Süden dehnte er sich bis zu den Parzellen Reute und Schendlingen – beide sind Rodungen des Klosters Mehrerau – und bis zur Holzbraigge aus. An dieses große Ackerfeld erinnert der Straßenname „In der Braike“.

Der Mehrerauer Wald war Eigentum des Klosters Mehrerau und hieß jahrhundertelang Klosterholz. „Holz“ bezeichnete früher einen bewirtschafteten Wald – im Gegensatz zu einem urtümlichen Wald, um den sich niemand kümmerte. Nur das Kloster konnte im Klosterholz Rodungen vornehmen lassen. Auch über die Holzverwertung bestimmte das Kloster allein. Es konnte das geschlagene Holz verkaufen oder seinen Lehensleuten zukommen lassen. Die Riedner und Vorklöstner besaßen im Klosterholz lediglich das Weiderecht, die Vorklöstner durften zudem das Abholz sammeln, um daraus Buscheln zu machen.

Heute ist der Mehrerauer Wald ein Wasserschutzgebiet und deshalb für die Bregenzer Trinkwasserversorgung von großer Bedeutung. Das Bregenzer Trinkwasser stammt nämlich zu 95 Prozent aus dem Grundwasserbegleitstrom der Bregenzerach, der im Mehrerauer Wald von zwei Vertikalfilterbrunnen angezapft wird. Täglich werden rund sieben Millionen Liter Trinkwasser gefördert, die über das 155 Kilometer lange städtische Wasserleitungsnetz zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern gelangen.

Thomas Klagian

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