© Stadtarchiv Bregenz

Landstraße

Die Landstraße zweigt bald nach der Lauteracher Brücke von der Arlbergstraße ab und führt in ziemlich gerader Linie zum Siechensteig. Wohl kaum jemandem, der auf der Landstraße unterwegs ist, ist sich noch bewusst, dass er sich auf einer alten Hauptverkehrsroute befindet, auf einer Landstraße eben.

Doch der Reihe nach. Die Bregenzerach wurde schon in vorrömischer Zeit über Furten gequert, wie Funde aus der Zeit um das Jahr 1.000 und aus dem 1. Jahrhundert vor Christus belegen. Zur Römerzeit verlief die Hauptstraße von einer Furt, die etwas flussabwärts von der heutigen Eisenbahnbrücke lag, etwa im Verlauf des Haldenwegs und der Riedergasse auf den Ölrain, wo sich die römische Siedlung ausbreitete. Diese Route blieb auch im Mittelalter in Verwendung und hieß „Lange Gasse“.

1517 erhielt die Stadt Bregenz die Erlaubnis, eine Brücke über die Bregenzerach zu errichten und für ihren Erhalt einen Brückenzoll einzuheben. Die Lauteracher Brücke war die erste Brücke am Unterlauf der Bregenzerach. Mit ihrem Bau hatte die „Lange Gasse“ als Landstraße ausgedient. Von der Achbrücke führte nun die neue Landstraße zum Siechensteig und dann weiter über die Gallusstraße und die Kirchstraße auf den Leutbühel.

1850 wurden die Arlberg- und die Römerstraße gebaut – als direkte Verbindung von der Achbrücke zum Leutbühel. Die neue Route löste die Landstraße über den Siechensteig ab und mied die enge und steile Kirchstraße.

Thomas Klagian

Standort

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Landstraße, 1930

Landstraße, 1930

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Landstraße 1960

Landstraße 1960

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