© Stadtarchiv Bregenz

Kronhalde

Die Kronhalde ist ein uralter Ansitz, der schon 1379 als Hof „zer Halden“ erwähnt wird. Der Hof war ein Lehen der Grafen von Montfort, das die Grafen an verlässliche Dienstleute verliehen. In alter Zeit hatten die Riedner Bauern die Pflicht, etliche Fuder Mist auf die Kronhalde zu liefern, um den dort gelegenen gräflichen Weingarten zu düngen.

Nach 1523 war der Hof zur Halde ein österreichisches Lehen. Einige Jahre saß die Familie Loher auf der Halde, nach der das Anwesen eine Zeit lang Loherhof hieß. Ende des 16. Jahrhunderts ging der Hof an die angesehene Bregenzer Bürgerfamilie Jehlin. Die Jehlin machten als österreichische Amtsträger Karriere und wurden wegen ihrer Verdienste geadelt. Sie erhielten ein Wappen, das einen gekrönten Adelshelm als Helmzier führte, und nannten sich fortan „Jehlin von Kronhalden“. Aus dem Hof zur Halde wurde die Kronhalde, und aus dem österreichischen Lehen 1657 ein Eigengut der Jehlin.

1722 verkauften die Jehlin die Kronhalde, die danach verschiedenen Eigentümern zu den unterschiedlichsten Zwecken diente. So war die Kronhalde Priesterseminar und Exerzitienhaus, Spinnfabrik, Zuflucht für französische Dominikaner, Studentenwohnheim und Gastwirtschaft. 1924 erwarb die Landeshauptstadt Bregenz das Anwesen und richtete darin ein städtisches Versorgungsheim und einen landwirtschaftlichen Gutshof ein. Bis 2007 war in der Kronhalde ein Alters- und Pflegeheim untergebracht. Heute präsentiert sich die generalsanierte Kronhalde als Teil einer gepflegten Wohnanlage.

Thomas Klagian

Standort

Galerie

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Kronhalde, 1910

Kronhalde, 1910

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Kronhalde, 1950

Kronhalde, 1950

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Kronhalde, 1969

Kronhalde, 1969

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