© Stadtarchiv

Heufurt und Lange Gasse

Vor dem Bau der Lauteracher Brücke 1517/18 konnte die Bregenzerach nur an einer Furt gequert werden. In diesem Zusammenhang fällt der Straßenname „An der Heufurt“ ins Auge, der auf einen alten Flurnamen zurückgeht. Von der Heufurt führte die „Lange Gasse“ nach Bregenz.

Die Heufurt befand sich ein wenig flussabwärts von der heutigen Eisenbahnbrücke. Der Weg von der Bregenzerach bis ins Dorf Rieden (heute Haldenweg) und ein Großteil der Riedergasse hießen viele Jahrhunderte „Lange Gasse“. Diese im Wortsinn lange Gasse diente als Landstraße. Sie führte unmittelbar an der Riedenburg vorbei, die früher nach ihren Besitzern Burg Niedegge genannt wurde. Von der Burg aus konnte die Landstraße problemlos überwacht und im Bedarfsfall gesperrt werden. An dieser ehemaligen Landstraße lag bis 1967 die Eligiuskapelle. Der hl. Eligius ist der Patron der Bauern und Fuhrleute.

Rieden war ein Haufendorf mit einer Hauptstraße, der heutigen Riedergasse. Die „Locherstraß“ (nach dem Hof des Loher, heute Am Stein) führte hinaus zu den Höfen an der Halde. Seitenwege führten Richtung Feldmoos. Die „Leimgrubgasse“ (heute Losergasse und Feldmoosgasse) führte zur Lehmgrube, in der Baulehm für die Ziegelproduktion gewonnen wurde. (Die heutige Laimgrubengasse ist nach einer weiteren, jüngeren Lehmgrube benannt.) Die Niedeggegasse hatte in alter Zeit den ungewöhnlichen Namen „Mordsgasse“, vermutlich eine Verballhornung von „Am Ort“, was so viel bedeutete wie: an der Grenze gelegen.

Thomas Klagian

Standort

Galerie

1 / 1
Katasterplan von Rieden, 1857

Katasterplan von Rieden, 1857

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen