© Stadtarchiv Bregenz

Elektra

Friedrich Wilhelm Schindler, Spross einer Schweizer Unternehmerfamilie und Gesellschafter der Kennelbacher Textilfirma Jenny und Schindler, war nicht nur der Gründer des Elektrizitätswerks Rieden (heute VKW), sondern auch ein Pionier der Elektrotechnik und ein hochbegabter Erfinder.

Schindler erkannte sehr früh das Potential der elektrischen Energie als Wärmequelle. 1888 entwickelte er das erste elektrische Bügeleisen und 1891 den ersten Schamottheizkörper. Auf der Weltausstellung in Chicago 1893 stellte er die erste vollelektrifizierte Küche vor, die über Elektroherd, Backrohr, Heißwasserbereiter und Tauchsieder, Grillgerät, Teewärmer und Kaffeemaschine verfügte, und wurde dafür mit der Goldmedaille prämiert.

Schindler verkaufte seine Produkte zunächst unter dem Namen Schindler-Jenny. 1898 erwarb er die Firma Grimm und Co. im Schweizer Wädenswil und fusionierte sie mit der Firma Elektra des Wiener Ingenieurs Emil Siegmund. Die neue Firma führte nun den Namen Elektra.

Seit 1900 hatte die „Elektra“ eine Niederlassung im Gasthaus Weinschlössle in der Gallusstraße, in der der Dornbirner Tüftler und Techniker Albert Loacker als Lizenzunternehmer elektrische Heiz- und Kochapparate herstellte. Im Dezember 1902 übernahm das Elektrizitätswerk Rieden die Produktion und übersiedelte den Betrieb in der Folge in die Brielgasse. Seit damals führte die Firma den Namen „Elektra Bregenz“.

In den Anfangsjahren umfasste die Produktpalette fast 2.000 Elektrogeräte, die in Handarbeit hergestellt wurden. In den 1920er-Jahren erfolgte die Umstellung auf maschinelle Serienfertigung. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Elektra Bregenz mit der Produktion von Elektroherden und Kühlschränken großen Erfolg. 1988/89 wurde der Standort in Bregenz aufgelassen und nach Schwaz in Tirol verlegt. Seit 2002 gehört Elektra Bregenz zum türkischen Arçelik-Konzern.

Thomas Klagian

Standort

Galerie

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Elektra Bregenz, 1960

Elektra Bregenz, 1960

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Elektra Bregenz 1966

Elektra Bregenz 1966

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Elektra Bregenz, 1968

Elektra Bregenz, 1968

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